Jahresverbrauch und Wohnfläche eingeben. Keine Ausweisdaten nötig — die Einordnung erfolgt allein auf Basis Ihres tatsächlichen Verbrauchs.
Umrechnung: 1 l Heizöl ≈ 9,8 kWh (Heizwert-Richtwert).
Die EU-Gebäuderichtlinie (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD) legt fest, dass die am schlechtesten performenden Wohngebäude in der EU bis 2030 energetisch verbessert werden sollen. Ziel ist es, den durchschnittlichen Energieverbrauch von Wohngebäuden deutlich zu senken und den Gebäudebestand schrittweise klimaneutral zu machen. Die konkrete Umsetzung — etwa welche Sanierungspflichten in welchem Zeitraum gelten — liegt bei den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten und wird derzeit in nationales Recht überführt. Für Deutschland ist der genaue Fahrplan noch nicht abschließend festgelegt.
Der Verbrauchsrechner auf dieser Seite ordnet Ihr Gebäude anhand Ihres tatsächlichen Energieverbrauchs in eine der neun Effizienzklassen ein und zeigt, ob es in den Bereich fällt, der von der EPBD-Sanierungswelle besonders adressiert wird.
Grundlage ist Ihr Jahresverbrauch (Heizöl, Erdgas, Fernwärme oder Strom für eine Wärmepumpe) sowie Ihre beheizte Wohnfläche. Der Rechner rechnet den Verbrauch in Kilowattstunden um und teilt ihn durch die Wohnfläche. Das Ergebnis — der Energiekennwert in kWh pro Quadratmeter und Jahr — wird anschließend einer Effizienzklasse von A+ bis H zugeordnet, angelehnt an die Systematik des Energieausweises. Diese Berechnung ersetzt keinen amtlichen Energieausweis, gibt aber ohne Wartezeit und ohne Kosten eine erste, verbrauchsbasierte Einschätzung.
| Klasse | kWh/m²·Jahr | Einordnung |
|---|---|---|
| A+ | bis 30 | Neubau-Niveau, sehr effizient |
| A | bis 50 | Sehr effizient |
| B | bis 75 | Effizient |
| C | bis 100 | Solide, oberer Durchschnitt |
| D | bis 130 | Mittelfeld |
| E | bis 160 | Unterdurchschnittlich |
| F | bis 200 | Sanierungsbedarf erkennbar |
| G | bis 250 | Hoher Sanierungsbedarf |
| H | über 250 | Sehr hoher Sanierungsbedarf |
Der konkrete Sanierungsbedarf hängt stark vom Gebäude ab, grundsätzlich lassen sich aber drei Tiefen unterscheiden. Eine Einzelmaßnahme — etwa der Austausch alter Heizkörperventile, eine Dachbodendämmung oder neue Fenster — verbessert einzelne Schwachstellen mit überschaubarem Aufwand. Eine Teilsanierung kombiniert mehrere Maßnahmen, etwa Fassadendämmung zusammen mit einer neuen Heizungsanlage. Eine Kernsanierung erneuert die energetische Gebäudehülle und Anlagentechnik umfassend und kommt meist bei sehr alten, unsanierten Gebäuden (Klasse F bis H) infrage. Vor jeder Maßnahme lohnt sich eine unabhängige Energieberatung, da die Reihenfolge und Kombination der Maßnahmen die Wirtschaftlichkeit stark beeinflusst.
Für Wärmepumpen-Beratung außerhalb des Sanierungsbedarfs (Klasse D/E) ist die Partnervermittlung derzeit in Vorbereitung. Bei Fragen zu Ihrem Ergebnis nutzen Sie gerne den Chat unten rechts.
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